EISL

Kurz vorgestellt: Europäisches Institut für Stillen und Laktation (EISL)

Im November 2013 gründete sich der gemeinnützige Verein mit Sitz in Österreich. Zentraler Satzungszweck ist die Stillförderung auf europäischer Ebene. Der Verein und auch das angeschlossene Ausbildungsinstitut arbeiten eng mit dem Berufsverband ELACTA zusammen. Teile der Einnahmen des EISL unterstützen ELACTA und seine Landesverbände, Mitglieder von ELACTA erhalten teils vergünstigte Preise für Veranstaltungen und Seminare.

Die Ausbildung zur Stillberaterin EISL ist vergleichsweise neu, ein erster Ausbildungsgang ist 2018 erfolgt. Der Fokus richtet sich auf außerklinisches Fachpersonal, welches sich intensiv mit den Grundlagen der Stillförderung auseinandersetzen möchte.

Typische Fragen & Antworten zur Ausbildung beim EISL

Variante 1: Die Ausbildung umfasst 3 Module (Seminarreihe „Stillen für Alle“ mit Modul 1 und 2 je 2 Tage & Zertifizierungsmodul 3 = 1 Tag, insgesamt 40h). Zwischen den Modulen ist Zeit eingeplant, um Gelerntes zu reflektieren und zu erproben. Dazu kommt ein Praktikum mit 16h-Umfang:
  • Besuch von mindestens 4 Still- bzw. Elterngruppen
PLUS
  • Hospitation (mind. 2 Halbtage) bei einer freiberuflichen Still- und Laktationsberaterin IBCLC, auf einer Wochenbettstation, in einer Stillambulanz, in einer Beratungsstelle
Variante 2: Die Ausbildung umfasst den Besuch eines Basisseminars STILLBEGINN oder STILLZEIT (je 4-tägig& Zertifizierungsmodul 3 = 1 Tag, insgesamt 40h). Die Ausbildung schließt dann mit der Abschlussprüfung ab.
Die Kosten verteilen sich auf 90€ Einschreibegebühr und 600€ Seminargebühren.
Die Ausbildung zur Stillberaterin ist für alle Interessierten offen: "Für alle Interessierten aus dem nicht-klinischen Bereich, die eine Erweiterung des Stillwissens und eine Erhöhung der Beratungskompetenz zum Thema Stillen und Laktation anstreben."
Eine schriftliche Prüfung mit ca. 2/3-Multiple-Choice-Fragen beendet die Ausbildung. Die TeilnehmerInnen erhalten ein Zertifikat über den geleisteten Umfang von 56 Weiterbildungsstunden, das ist drei Jahre gültig. Danach kann nach Nachweis einer eintägigen einschlägigen Fortbildung das Zertifikat verlängert werden.
Die Ausbildung kann sowohl zum Ausbau einer bestehenden beruflichen Qualifikation als auch für die Abrechnung von Stillberatungen auf selbständiger Basis genutzt werden. Hier gilt ebenso wie bei der Preisgestaltung von Still- und Laktationsberaterinnen, dass die Eltern die Leistungen privat bezahlen müssen. Eine Abrechnung mittels Krankenkasse ist momentan nur bei einigen Kassen möglich, die Nachfrage bei der eigenen Kasse kann sich für die Eltern lohnen. Die Preise schwanken, abhängig von der Region und den persönlichen Vorgaben.
Alle Teilnehmer erhalten ein ausführliches schriftliches Skript, Zugang zum EISL-Netzwerk und den dort regelmäßig veranstalteten Fortbildungen.
Männer sind nicht generell ausgeschlossen.

Was Du jetzt machen kannst:

  1. Schau Dir alle anderen Ausbildungsmöglichkeiten an: AFS | La Leche Liga  | IBLCE (IBCLC) | DAIS
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