Kurz vorgestellt: Ausbildungszentrum Laktation und Stillen

1994 von der Still- und Laktationsberaterin Erika Nehlsen ( IBCLC) in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Frauenklinik der Universität Leipzig gegründet, ist das ausbildungszentrum Laktation und Stillen ein unabhängiges Fort- und Weiterbildungszentrum für Fachpersonal aus dem Gesundheits- und Sozialwesen.

Das Ziel des Ausbildungszentrums ist es, die international anerkannten Standards im Still- und Laktationsmanagement auch im deutschsprachigen Raum flächendeckend und dauerhaft umzusetzen. Darüber hinaus fördern sie den kontinuierlichen Informationsaustausch und die Vernetzung aller Berufsgruppen, die mit werdenden und jungen Familien arbeiten.

Kernpunkte des Ausbildungszentrums sind u. a.

  • evidenzbasiertes Fachwissen in den Bereichen Laktation und Stillen sowie Neonatalbegleitung, frühe Kindheit und Familie
  • qualifiziertes, interdisziplinäres Dozententeam
  • unabhängige, transparente Arbeitsweisen nach dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

„Wir halten den Internationalen Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten sowie sich darauf beziehende WHA-Folgeresolutionen ein. Das heißt: Wir kooperieren nicht mit der Industrie.“

Ausbildungszentrum für Laktation und Stillen, 2019

Typische Fragen & Antworten zur Ausbildung als Stillspezialistin

Die gesamte Seminarreihe umfasst 122 Stunden Präsenzunterricht in 6 dreitägigen Seminaren. Dazu kommen ein Praktikum á 40 Stunden mit Praktikumsbericht, Teilnahme an 4 Stillgruppentreffen sowie eine Facharbeit. Insgesamt führt das zu 220 Fortbildungsstunden. Dann kann die Prüfung absolviert werden, um den Titel StillspezialistIn® zu führen. Für Mediziner gibt es eine verschlankte Fortbildungsreihe, da bereits ein anderer Wissensstand vorhanden ist.
Die Frühbucher-Einschreibegebühr beträgt 80,-€ und für jedes dreitägige Seminar 380,-€. Reise- und Übernachtungskosten tragen die TeilnehmerInnen selbst. Zuschüsse sind möglich! Viele Arbeitgeber übernehmen die Kosten der Fortbildung.
Die Stillspezialistin® hat in der Regel einen gesundheitsbezogenen oder sozialen beruflichen Hintergrund und nachgewiesene Fähigkeiten in der Still- und Laktationsberatung.
Die Abschlussbescheinigung StillspezialistIn® des Ausbildungszentrums Laktation und Stillen erhältst du, sobald diese Voraussetzungen erfüllt sind:
  • alle sechs Seminare absolviert,
  • Facharbeit abgegeben,
  • Praktikum mit Praktikumsbericht durchgeführt,
  • an vier Stillgruppentreffen teilgenommen
  • sowie den Wissens- und Handlungskompetenz- Nachweis bestanden.
Das Zertifikat als StillspezialistIn® bleibt erhalten, wenn alle 5 Jahre 50 Fortbildungsstunden für Fachpersonal im Bereich „BESt®“ (Bindung, Entwicklungsförderung, Stillen) nachgewiesen werden können.
Voraussetzung für die Tätigkeit als Stillbeauftragte in der Klinik – wie von der Nationalen Stillkommission gefordert – ist die Teilnahme an allen sechs Seminaren inklusive Facharbeit, Stillgruppenbesuche und Praktikum. Der Ausbau der beruflichen Qualifikation kann eine Nachverhandlung zur Höhergruppierung unterstützen. Freiberuflich tätige StillspezialistInnen® legen ihre Honorare selbst fest. Die Eltern bezahlen Leistungen vorerst privat, da die Krankenkassen sie noch nicht immer übernehmen.
Unterrichtsmaterial ist in der Gebühr enthalten, weiterführende Literatur wird empfohlen.
Die Fortbildung ist geschlechtsunabhängig. Von daher: Ja, selbstverständlich!

Was Du jetzt machen kannst:

  1. Schau Dir alle anderen Ausbildungsmöglichkeiten an: AFS | EISL | La Leche Liga  | IBLCE (IBCLC) | DAIS
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